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| Vorwort: | Da die HFI ein vererbter Fehler in der DNA ist, kann diese Krankheit nicht geheilt werden. Die betroffenen Person wird Zeit ihres Lebens mit der HFI konfrontiert. Auch Medikamente, wie bei Diabetikern das Insulin, gibt es bis heute nicht. Bei guter Diätführung kann man mit dieser Krankheit sehr gut leben, finde ich als selbst betroffener und diese Meinung teile ich auch mit vielen unserer Mitglieder. | |
| Allgemeine
Information: |
Die Humangenetik beschäftigt
sich mit der Vererbunglehre. Die
Gene sind die Träger der Erbinformationen. Sie befinden sich im Zellkern der Körperzellen und sind auf 23 Chromosomenpaare verteilt, wobei bei jedem Paar ein Chromosom von der Mutter und das andere vom Vater geerbt wurde. Als Autosomen werden die Chromosomen 1 - 22 bezeichnet, die bei Mann und Frau gleich aussehen. Das 23. Chromosomenpaar sind die Geschlechtschromosomen X und Y. Sie bestimmen das Geschlecht eines Menschen. Der menschliche Chromosomensatz ist somit entweder: 46, XX-weiblich oder 46, XY-männlich. Als Mutationen bezeichnet man Veränderungen der Gene, die zu unterschiedlichen Krankheiten führen können. Die Chromosomen bestehen aus der sogenannten DNA, die die einzelnen Gene aufbaut. Nachdem die DNA des Menschen vor kurzem komplett entschlüsselt wurde, schätzt man, dass ungefähr 50000 Gene auf den menschlichen Chromosomen liegen. Für ca. 1300 Erkrankungen hat man zur Zeit auch schon spezifische Veränderungen (Mutationen) in den entsprechenden Genen gefunden. |
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| Autosomal-rezessive
Vererbung bei der HFI: |
Autosomal rezessiv bedeutet,
dass eine Krankheit nur dann zum
Ausbruch kommt, wenn sich auf beiden Chromosomen (1-22) die gleiche Veränderung (Mutation) in einem bestimmten Gen findet, d.h. jeweils eine Veränderung vom Vater und eine von der Mutter geerbt wurde. Die Eltern sind dabei nicht erkrankt. Beispiel 2 (autosomal-rezessive
Vererbung):
a.) Das Kind erbt von beiden
Eltern das nicht veränderte Chromosom.
Hat z.B. die Mutter zwei
nicht veränderte Chromosomen,
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Quelle: http://www.krv.at/muskel/cmt/vererbung.htm |
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| Definitionen: | ||
| Allele | Zustandsform des Gens =
zueinandergehörig, die einander entsprechende Gene eines diploiden
Chromosomenesatzes,
z.B. die Erbanlage für die Augenfarbe des männl. und weibl. Elternteiles. Bei dem Aldolase B-Gen sind nur 2 Allele bekannt. Besteht der Verdacht auf eine HFI, wird im Aldolase B-Gen auf den Allelen nach einer Punktmutation gesucht. |
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| Autosomal-rezessiver
Erbgang bei der HFI |
Körpereigener zurückgezogener
Erbgang,
a.) Mutter und Vater sind mit ungleichen Erbanlagen ausgerüstet; d. h. die Mutter hat ein Allel und der Vater hat ein Allel mit z.B. der erblichen Veränderung -A149P-, das zweite Allel von Mutter und Vater zeigt keine für die HFI spezifische Veränderung. Sie haben somit auch keinen Enzymmangel. b.) Mutter oder Vater sind mit gleichen Erbanlagen ausgerüstet; d. h. die Mutter(oder Vater) hat auf beide Allelen die erbliche Veränderung -A149P- und der Vater(oder Mutter) hat ein Allel mit z.B. der erblichen Veränderung -A149P-, das zweite Allel von Vater(oder Mutter) zeigt keine für die HFI spezifische Veränderung. |
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| autosomal | Vererbungsweise eines Merkmals,
dessen Gen auf einem Autosom
(d.h. nicht auf einem Geschlechtschromosom) liegt. Als Autosomen werden die Chromosomen 1 - 22 bezeichnet, die bei Mann und Frau gleich aussehen. |
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| Gen | Träger der Erbinformation
auch Erbanlage genannt, die kleinste Einheit
der Vererbung, unter deren Einfluß sich ein Merkmal entwickelt. |
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| Genetik | Erblehre, die Wissenschaft
von der Entstehung der Organismen,
von der Grundlage der Vererbung. |
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| Heredität, hereditär | Erblichkeit, erblich; z. B. hereditäre Fructoseintoleranz | |
| heterozygot | in Bezug auf ein Merkmal
mit ungleichen Erbanlagen ausgerüstet.
z.B. die Eltern eines HFI betroffenen Kindes haben nur auf einem Allel die erbliche Veränderung -A149P-, auf dem zweiten Allel ist diese erbliche Veränderung nicht zu finden. |
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| homozygot | in Bezug auf ein Merkmal
mit gleichen Erbanlagen ausgerüstet.
z.B. auf beiden Allelen ist die erbliche Veränderung -A149P- zu finden, d. h. die hereditäre Fructoseintoleranz ist somit bestätigt. |
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| Mutation | Erbliche Veränderung
des genetischen Materials; zufälliges
Vorkommen in der Natur zu einem sehr niedrigem Prozentsatz. |
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| rezessiv | im Erbgang das »Zurücktreten«
eines Allels (»rezessives Gen«)
autosomal rezessiv = autosomaler Erbgang, bei dem das Gen auf beiden homologen Chromosomen (homozygot) vorhanden sein muß, um das Merkmal in Erscheinung treten zu lassen. |
| Verfasser:
Martin
Sacherl
Copyright: Selbsthilfegruppe
hereditäre Fructoseintoleranz
Alle Rechte vorbehalten. Stand: 08/2003 |
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