Selbsthilfegruppe hereditäre Fructoseintoleranz (HFI)

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Aussagen von Ärzten über die hereditären Fructoseintoleranz

 
Unsere Ausführungen verfolgen die Aussagen von Prof. Dr. W. Endres.

Die hereditäre Fructoseintoleranz: Übersicht und kritische 
Auseinandersetzung mit persistierenden Problemen 

Erschienen: Akt. Endokr. Stoffw. 9 (1988)140-145 
Georg Thieme Verlag Stuttgart -New York

Anlage: Literaturverzeichnis

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Aussagen von Prof. Dr. W. Endres.  Die Verlaufsstudie über die HFI besagt: 


1. Das diagnostische Vorgehen bei Verdacht auf HFI wird häufig, auch in der Literatur (27,37,38), kontrovers diskutiert.  Diese Aussage können wir auch im März 2009 noch machen.
2. Die durch nichts zu rechtfertigende Verwendung von saccharosehaltigen Säuglingsmilchen bereits während der ersten Lebenswochen kann bei Patienten mit HFI zu besonders schweren Verlaufsformen führen usw. (8,31).  Aktuell sind einige Säuglingsmilchen ohne Saccharose=Haushaltszucker.
Die Zusammensetzung des jeweiligen Produktes
ist bei dem Kauf zu beachten.

3. Die unnötige Verwendung von fruktose-und sorbithaltigen Infusionslösungen kann HFI-Patienten schwer schädigen, usw.(1,7,16,17, 21,24,32,42).  Aktuell ist es der SHG-HFI bekannt, dass die Hersteller von Infusionslösungen in Deutschland keine fruktose-und sorbithaltigen Infusionslösungen mehr vertreiben. 
 4. Ein Großteil der Patienten entgeht der Diagnose, in dem ihre Mütter bei der Nahrungswahl instinktiv lernen, Fruktose zu meiden, und weil die Patienten eine unterschiedlich ausgeprägte Aversion gegen fruktosehaltige Nahrungsmittel entwickeln.  Aktuell kann die SHG-HFI das bei Punkt 4. genannte
ebenfalls bestätigen. 
5. Die diätetische Behandlung der HFI besteht in weitgehender Fruktoseabstinenz. Nachdem somit Obst und Gemüse gemieden werden müssen, wird einem Vitaminmangel mit Multivitaminpräparaten vorgebeugt.  Aktuell sind mehrere Präparate für Kinder und Erwachsene  verfügbar. Mehr unter Vitame.
6. Die Frage, wieviel Fruktose erlaubt werden kann, ist schwierig zu beantworten, weil wenige Daten hierzu vorliegen. Zwei Kleinkinder mit HFI tolerierten etwa 40 mg/kg/Tag.  Aktuell kann die SHG-HFI die Menge von 40 mg / kg Körpergewicht / Tag für Kleinkinder mit HFI bestätigen. Diese Aussage wird auch von Prof. T.M. Cox, Cambridge, GB gemacht.

 
 
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Verfasser: Brigitte Weis und Martin Sacherl     Copyright: Selbsthilfegruppe hereditäre Fructoseintoleranz
Alle Rechte vorbehalten.                                                         Stand: 02/2009

 
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